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SlawenBeitrag: Frank Hammerschmidt, Rostock |
Wustrow ist eine slawische Gründung mit dem wendischen Namen Svante Wustrow, was übersetzt "Heilige Insel" heißt. Die Kirche in Wustrow ist auf dem Hügel des einstigen Heiligtums für den slawischen Gott Svantevit errichtet worden. |
| Herkunft der Slawen |
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Im 6. Jahrhundert, am Ende der Völkerwanderung, waren auch die ethnisch und kulturell noch einheitlichen Slawen in Bewegung gekommen. Aus ihrem Ursprungsgebiet nördlich der Karpaten, zwischen Weichsel und Dnjepr wichen sie den Einfällen der kriegerischen Awaren aus. Sie teilten sich in drei Gruppen, die Südslawen (Slowenen, Kroaten, Serben, Bulgaren, Makedonier) die durch den Balkan zogen, die Ostslawen (Weißrussen, Ukrainer, Russen) und die Westslawen (Polen, Kaschuben , Polabier, Obodriten, Ranen, Lutitzen, Lausitzer, Sorben, Tschechen und Slowaken).
Die Obodriten, Lutizen, Ranen und Polaben besiedelten die zuvor von Germanen südwärts verlassenen Gebiete in Ostholstein, im niedersächsischen Wendland, Mecklenburg, Pommern und Brandenburg. Für Slawen hat sich auch die Bezeichnung "Wenden" eingebürgert. |
Die Götter der Slawen |
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| Svarog | der älteste Elementargott, Himmels- u. Donnergott, Gott des irdischen Feuers, Vater von Svarozic und |
| Dazbog | Gott des himmlischen Feuers und Sonnengott der Ostslawen. Im Igorlied werden die Russen als "Dazbogs Enkel" bezeichnet. |
| Jarovit | Kriegsgott in dessen Tempel der Schild aufbewahrt wird, der bei Kriegsausbruch die Truppen begleitet um den Sieg zu garantieren |
| Porevit | fünfköpfig und waffenlos, das fünfte Gesicht befand sich auf der Brust, eine Hand an der Stirn, die andere am Kinn |
| Rugievit | der Kriegsgott von Rügen hat einen Kopf mit sieben Gesichtern, trägt sieben Schwerter am Gürtel. in der Scheide, das achte erhoben in der rechten Hand. Ihm gehören 10 % aller Kriegsbeute. |
| Porenut | viergesichtiger Gott im Tempel Garz auf Rügen, als Sohn des Perun gedeutet |
| Svantevit | ("Heiliger Herrscher") Vierköpfiger sehr mächtiger Hauptgott, reitet auf einem Schimmel. Ihm werden 1/3 aller Kriegsbeute als Opfergabe dargeboten. Bedeutendster Tempel war in Arkona auf Rügen. |
| Svarozic | ("Sohn des Svarog") bzw.Radigost - ("der Gastfreundliche") Feuergott bei den Ostslawen, Hauptgott bei dem Stamm der Redarier, die ihm in Rethra (lag vermutlich am Tollensesee bei Neubrandenburg), das bedeutendste Heiligtum für den Stammesverband der Lutizen errichteten |
| Triglaw | "Dreikopf" ein kriegerischer Gott der Ostseeslawen, dem die Augen verbunden sind, damit er die Untaten der Menschen nicht sieht. (Im Stettiner Tempel befand sich eine dreiköpfige Darstellung) |
| Perun | ("Schläger, Donnerer") ein Himmels-, Blitz-, Donner- und Gewittergott, auch als Schwurgott angerufen, dem die Eiche heilig ist |
| Makosch | die ostslawische Fruchtbarkeitsgöttin, der Fülle und der Feuchtigkeit |
| Stribog | Gott des Windes |
| Gerevit | der Speergott von Wolgast und Havelberg |
| Volos | bzw Veles, Gott des Bodens, des Viehs und des Reichtums, Herrscher des Totenreiches, Schwurgott wird später christlich umgedeutet zum heiligen Vlas(= Blasius) |
| Chors | ("der Abgekommene") ostslawischer Jagd- und Krankheitsgott |
Der Priester (ziric = "Opferer") eines Heilligtums hat die Aufgabe der Opferdarbringung und der Erteilung von Orakeln. Die Priester wurden verehrt wie Könige, die Oberpriester sogar noch mehr als Könige. Nach dem Spruch der Orakelstäbchen sagt der Priester den Termin für Feste zur Ehren ihrer Gottheit an. Geopfert wurden vor allem Tiere aber auch vereinzelt Menschen. Der Priester trank vom Opferblut um in Verbindung mit der Gottheit zu kommen und deren Botschaften und Anweisungen besser zu verstehen. Blut, so glaubte man, ziehe alles Dämonische an. Bei den Gastmälern ging eine Schale herum über der man im Namen guter und böser Gottheiten magische Worte und Sprüche gebrauchte. Alles Glück ginge von den guten Göttern aus, alles Unglück von der bösen Gottheit genannt Diabol (Teufel) oder Zcerneboch (schwarzer Gott). Svantevit hatte in den Heiligtümern ein Trinkhorn aus mehreren Metallen bestehend. Der Priester füllte es einmal im Jahr mit Met. Aus Menge und Zustand der Flüssigkeit las er das Orakel für die Ertragsaussichten der Ernte. |
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Verbreitet unter den Slawen ist der Glaube an Geister und magische Kräfte |
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Magische Steine ähnlich Amuletten: |
| Donnerkeil (fossile Überreste des Belemniten, eines Kopffüßers) |
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| Krötenstein (versteinerter Seeigel) auch Kreutzstein, Stirnsteen (Sternstein) genannt |
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| Sonnenstein, Achtstein (Bernstein) |
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| Hausgeist Puk |
| Wenn sich ein Puk durch Poltern bemerkbar macht, soll man antworten "Wat is din Begehr? Wisst bei mi in Arbeit, denn kumm her" |
| Slawische Tiersymbolik |
| Das Weiße Pferd | wurde als heilig verehrt und für den Gott Svantevit im Tempelbezirk gehalten. Es durfte von niemandem geritten werden außer vom Gott selbst. |
| Der Schwan | galt als das Tier, welches die Kinder bringt, ähnlich unserem Klapperstorch. |
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